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Rechts- und Wirtschaftswissenschaftliche Fakultät

Willem C. Vis International Commercial Arbitration Moot

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Moot 2019/2020

27th Willem C. Vis International Commercial Arbitration Moot Court

Im Wintersemester 2019/2020 nahm die Universität Bayreuth mit einem 5-köpfigen Team am 27. Willem C. Vis International Commercial Arbitration Moot teil. Den rechtlichen Rahmen des Wettbewerbs bildeten in diesem Jahr unter anderem die 2014 Arbitration Rules des London Court of International Arbitration (LCIA) sowie das UN-Kaufrecht (CISG).

Den Startschuss des Wettbewerbs bildete nach Abschluss des Auswahlverfahrens ein Seminar zum UN-Kaufrecht, gehalten von Frau Dr. Christina Möllnitz, sowie eine von Dr. Karl Pörnbacher und Herrn Alexander Dolgorukov durchgeführte Einführungsveranstaltung in die Praxis des Schiedsrechts. Beide Veranstaltungen ermöglichten dem Team schon vor Beginn der Schriftsatzphase einen guten Überblick über die Materie des Schiedsrechts.

Mit der Bekanntgabe des Sachverhalts am 4. Oktober 2019 begann dann die schriftliche Phase des Wettbewerbs. Die zentralen Fragen des Falls betrafen in diesem Jahr einen Mangelverdacht, den Ausschluss von Sachverständigen und die Rechtmäßigkeit einer asymmetrischen Schiedsklausel. Eine erste Einführung vor allem in die Besonderheiten der Schiedsregeln der LCIA erhielt das Team Ende Oktober durch die Teilnahme am von White & Case veranstalteten Kick-Off Event zum 27. Vis Moot. Weitere Unterstützung erhielten die Teilnehmer durch das Alumni-Netzwerk der BayMCA, das engagierte Coaching durch Anwälte von Hogan Lovells sowie den betreuenden Lehrstuhl von Prof. Dr. Martin Schmidt-Kessel.

Schon bald nach Einreichen des eigenen Klägerschriftsatzes machte das Team sich Mitte Dezember daran, auf die Argumente der Istanbul University zu antworten. Den Abschluss der schriftlichen Phase bildete am 6. Januar 2020 die Abgabe dieses Beklagtenschriftsatzes.

Unmittelbar im Anschluss hieran stürzte sich das Team in die mündliche Phase und die Vorbereitungen auf das (zu diesem Zeitpunkt noch geplante) Finale in Wien. Eine wichtige Rolle hierbei spielten die zahlreichen Practice-Rounds verschiedener internationaler Wirtschaftskanzleien in München und Frankfurt, an denen das Team teilnehmen durfte. Sowohl der Austausch mit erfahrenen Praktikern als auch das Zusammentreffen mit den Teams anderer Universitäten boten einzigartige Gelegenheiten zum Netzwerken sowie für die Weiterentwicklung der eigenen Fähigkeiten.

Nachdem nun erste Erfahrungen gesammelt worden waren, machte sich das Team am 20. Februar auf den Weg nach New York, um am 14. Annual Fordham University Pre-Moot teilzunehmen. Besonders das Feedback angelsächsischer Juristen sowie die Verhandlungen gegen Studenten aus Rechtssystemen des Common Laws machten sich im späteren Verlauf des Wettbewerbs noch häufig bezahlt. Nach einem kurzen Zwischenstopp in Bayreuth ging es dann direkt weiter zum 14. Riga Pre-Moot, gefolgt von weiteren Kanzleievents und der Teilnahme am 9. Pre-Moot der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen, aus dem das Team der Universität Bayreuth als Sieger hervorging.

Dieser Erfolg stellte jedoch zugleich auch das abrupte Ende der „traditionellen“ mündlichen Phase dar. Aufgrund der weltweiten Entwicklungen in Verbindung mit Covid-19 hatten sich sowohl die Veranstalter des Finales in Wien als auch die Universitäten, welche noch anberaumte Pre-Moots hatten abhalten wollen, dazu entschieden diese im Jahr 2020 nicht als Präsenzveranstaltungen stattfinden zu lassen. Als sich das Team nun mit der Teilnahme am ersten virtuellen Willem C. Vis Moot konfrontiert sah, gewannen die Unterstützung durch das Netwerk der BayMCA, den betreuenden Lehrstuhl sowie die in den vorherigen Monaten entstandenen Kontakte mit anderen Universitäten noch zusätzlich an Bedeutung. Nach einer Neuausrichtung der Vorbereitungen setzte das Team die mündliche Phase nunmehr aus den eigenen vier Wänden fort. 

Diese mündete schließlich Anfang April in die General Rounds des First Virtual Vis Moots. Die über Videokonferenzen abgehaltenen Pleadings stellten zwar alle Teilnehmer vor ungewohnte Herausforderungen, boten aber gleichzeitig einen einzigartigen Einblick in die mögliche Arbeitswelt der Zukunft. Für seine Leistungen in den General Rounds erhielt Moritz Fischer eine Honourable Mention im Rahmen des Martin Domke Award for Best Individual Oralist.

Besonderer Dank gilt in diesem Jahr mehr denn je unseren Sponsoren und Förderern. Ohne Ihre Unterstützung während des gesamten Wettbewerbs und insbesondere während der außergewöhnlichen mündlichen Phase wäre uns eine solch erfolgreiche Teilnahme am Willem C. Vis International Commercial Arbitration Moot nicht möglich gewesen. Dank gebührt außerdem den Mitgliedern der BayMCA und des Lehrstuhls von Prof. Dr. Martin Schmidt-Kessel, die uns über den gesamten Verlauf des Wettbewerbs stets unterstützend zur Seite standen.

Wir danken insbesondere unseren diesjährigen Sponsoren, deren ideelle und finanzielle Unterstützung uns die Teilnahme überhaupt erst ermöglicht haben.


Verantwortlich für die Redaktion: Maren Berenice Ungemach

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