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Rechts- und Wirtschaftswissenschaftliche Fakultät

Willem C. Vis International Commercial Arbitration Moot

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Moot 2015/2016

23. Willem C. Vis Moot 2015/2016

Die Universität Bayreuth wurde auch 2015/2016 beim 23rd Willem C. Vis International Commercial Arbitration Moot von Studierenden der Rechtswissenschaften vertreten. In einem Teilnehmerfeld von über 300 Universitäten aus aller Welt setzte sich das Vis Moot Team Bayreuth in diesem Jahr mit einem Vertragsverhältnis rund um das Gut Wein unter Bezugnahme auf das UN-Kaufrecht (CISG) sowie die Wiener Regeln (VIAC) auseinander.

An der Universität Bayreuth begann das Moot-Abenteuer für das (damals noch nicht bestimmte) Team mit dem Besuch der Moot-Informationsveranstaltung im Mai. Darauf folgten Bewerbung sowie Auswahlverfahren mit Fachreferaten zum CISG und Einzelgesprächen. Noch vor Veröffentlichung des Sachverhalts besuchte das Team Anfang Oktober den Vis Day in Frankfurt. Dort traf es das erste Mal auf andere deutsche Teams, bekam von Anwältinnen und Anwälten eine Einführung ins Schiedsrecht und die internationalen Schiedsregeln und durfte sich in Gruppenarbeit erstmals an einem kleinen Schiedsrechtsfall versuchen.

Mit der Veröffentlichung des Sachverhalts begann nunmehr die intensive Schriftsatzphase. Zwischen Oktober und Mitte Januar wurde sowohl für den Kläger als auch den Beklagten jeweils ein 35-seitiger Schriftsatz aufgesetzt. Beim Beklagtenschriftsatz antwortete das Team auf den Klägerschriftsatz der University of Sydney.

Unmittelbar nach Abgabe des zweiten Schriftsatzes begann die mündliche Phase. Wieder einmal machte sich das Team auf den Weg nach Frankfurt um mit sechs anderen deutschen und einem schweizerischen Team an der zweitägigen Frankfurt Advocacy School teilzunehmen. Neben Vorträgen über die Schiedsrechtspraxis war für das Team das Rhetoriktraining ein besonderer Höhepunkt. Den Abschluss der Frankfurt Advocacy School bildeten Probeverhandlungen (sog. Pleadings) vor aus ehemaligen Mooties, Anwältinnen und Anwälten bestehenden Schiedsgerichten gegen die anderen teilnehmenden Teams, wobei die neu erworbenen Fähigkeiten gleich angewendet werden konnten.

In der Folge war das Team noch bei diversen Kanzleien in München und Frankfurt zu Gast, wo sich das Team regelmäßig mit anderen, vornehmlich deutschen, Teams messen konnte. Dabei wurde das Team von Praktikern – oftmals ehemaligen Mooties – geschiedst und konnte so von deren individuellem Feedback profitieren. Weiterhin gehörten die internen Pleadings mit Coach, Moot-Alumni und Professoren zum Kernbestandteil der Vorbereitung auf die Finalrunde in Wien. Zudem konnten ein Pleading gegen die Hokkaido Universität in Japan sowie ein Skype-Pleading gegen die Cornell Law School aus den Vereinigten Staaten im Rahmen der Vorbereitung auf Wien stattfinden.

Eine besonders intensive Erfahrung stellte die Teilnahme an zwei internationalen PreMoots dar. Im Februar besuchte das Team als eines von insgesamt 30 Teams aus Deutschland, der Türkei, Griechenland, Polen, Russland und Tschechien den 10. Hannover PreMoot sowie die PreMoot Conference.

Außerdem flog das Team Anfang März zum 9th Belgrade Open PreMoot, wo es als eines von knapp 70 Teams gegen Teams aus Italien, der Schweiz, Serbien, Costa Rica und den USA antraten.

Mit dieser umfangreichen Vorbereitung und Übung im Gepäck machte sich das Team schließlich auf den Weg nach Wien, wo der eigentliche Wettbewerb inklusive Rahmenprogramm vom 18. Bis 24. März 2016 stattfand. Mit teilnehmenden Teams von 311 Universitäten aus der ganzen Welt war dies der überwältigende Höhepunkt eines halben Jahres intensiver, spannender und sehr lehrreicher Arbeit. Nach letzten Probepleadings gegen die Universität St. Gallen und die McGill University trat das Team in den General Rounds gegen die Masaryk University, die University of Turku, die University of Sydney und die Singapore Management University – den späteren Finalisten – an.

Besonderer Dank

Anschließend bleibt uns als Team nur noch Dank zu sagen. Die neuen Kontakte und Freundschaften, die wir während des Moots mit anderen Studierenden und Praktikern aus Deutschland und aller Welt geschlossen haben, werden uns wohl noch viele Jahre persönlich wie beruflich bereichern.

Besonderer Dank geht an alle Unterstützer und Förderer, die in diesem Jahr eine Teilnahme am Willem C. Vis International Commercial Arbitration Moot wieder möglich gemacht haben. In diesem Zusammenhang geht unser Dank an unsere Coachin, die uns stets fachlich wie moralisch unterstützt hat, an die Bayreuth Moot Court Association e.V. (BayMCA), welche uns bei der Korrektur unserer Schriftsätze und der Vorbereitung während der mündlichen Phase stets unter die Arme gegriffen hat, genau wie die Lehrstühle von Herrn Prof. Dr. Volker Wiese, LL.M (McGill) und Herrn Prof. Dr. Martin Schmidt-Kessel.

Ferner geht unser Dank nicht zuletzt an unsere Sponsoren, ohne deren ideelle und finanzielle Unterstützung all das nicht umsetzbar gewesen wäre.


Verantwortlich für die Redaktion: Elif Tuna

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